Ämterkrise einmal anders

Es ist ja gut, wenn man Studien zur Ämterkrise publiziert wie wieder neulich der Blick. „Der Schweiz gehen die Gemeinderäte aus“ wird einmal mehr als Titel gesetzt. So weit so gut und auch bekannt. Wo aber ist die Studie die zeigt, wie die Ämterkrise zu meistern ist? Wurde einmal systematisch untersucht, weshalb Gemeinderäte den Bettel hinschmeissen, beziehungsweise von vorneherein verzichten? Klar, man sieht da und dort anekdotische Bemerkungen wie „keine Zeit“ etc. eine vertiefte Studie die auch Vergleiche anstellt im Langzeitverlauf habe ich noch keine gesehen. Und liess sich daraus ableiten, wie der Ämterkrise begegnet werden soll? Die Gemeinden der Schweiz sind nach wie vor die Keimzellen des politischen Aufbaus der ganzen Schweiz. Was Gotthelf vom „Zuhause“ sagte, darf auf die Gemeinde übertragen werden. „In der Gemeinde muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.“ Eines der wichtigsten Themen für mich bleibt die Realität. Auch Gemeinden müssen im hier und jetzt ankommen. Damit meine ich die Digitalisierung. Es darf nicht sein, dass Gemeinderatsbeschlüsse ausgedruckt, fotokopiert, in Couverts verpackt und mit der Post versendet werden. Das geht per pdf mehrfach schneller und genügt auch. Gemeinderäte müssen Zugriff haben auf Dokumente von woher sie auch sind. Eine Aktenauflage mit persönlichem Erscheinen ist definitiv passé. Wenn Gemeinden so modern geführt werden wie auch KMU’s in aller Regel, dann wird sicher auch das Thema „Personal“ eine andere Bedeutung erhalten.

 

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