Gemeindefusionen nicht der Weisheit letzter Schluss

Wenn ich lese, dass es 2018 nur noch 2222 Gemeinden in der Schweiz gibt sage ich nicht „wow super“. Jede Gemeinde die verloren geht ist aus meiner Sicht auch ein bisschen ein Verlust. Ein Verlust von Heimat. Bewohnern wird ein Identifikationsort genommen. wird das bei jeder Fusione genug bedacht? Die Bildung von Grossgebilden, mit denen sich dann niemand mehr identifiziert hat negative Konsequenzen für die politische Kultur vor Ort. Wofür soll man sich einsetzen? Was soll man sein? Ein Thuner ist ein Thuner und setzt sich für Thun ein. Ein Badener ist ein Badener und setzt sich für Baden ein. Gemeinde Oberland? Gemeinde Aargau Ost? Ich bin nicht sicher ob da noch die Kraft drin wohnt positives zu bewirken. Dann wird nur noch verwaltet, nichts mehr gestaltet. Man kann natürlich die These vertreten das macht nichts. Aber ich fände das schade. so gesehen hat für mich die Fusionitisphilosophie auch gefährliche Züge. Politik braucht Erdung. Politik braucht Identifikation. Nicht umsonst heisst es „im eigenen Haus muss beginnen, was leuchten soll im ganzen Land.“ (Jeremias Gotthelf). Was schlage ich vor? Den Schulterschluss zwischen Tradition und Modernität. Kann es heute nicht möglich sein, den Verwaltungsaufwand so radikal zu reduzieren dass Gemeinden einen natürlichen Personalabbau betreiben können und so dank Sparmassnahmen ihr Überlegen sichern? Ich denke das wäre zumindest eine Überlegung wert. Was denken Sie? Schreiben Sie mir! Ihre Meinung interessiert mich.

Bestand weiter auf Schrumpfkurs – Artikel im Kommunalmagazin

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