Eine Gründerkultur fördert das Kommunalmanagement

Gewerbeliegenschaften in Städten und Gemeinden zu beleben ist ein wichtiges Ziel im Kommunalmanagement. Schilder wo drauf steht „Liegenschaft zu vermieten“ sind rufschädigend. Vor allem als Dauereinrichtungen. Erfahrene Standortförderer raten deshalb zum Gespräch. Die Interessen der Eigentümerschaft soll mit jenen von möglichen Interessenten verknüpft werden.
Hilfreich ist jedoch auch eine Gründerkultur. Sie kann die Standortattraktivität befeuern. Hierzu braucht es allerdings Inkubatoren. Das sind Institutionen die bewusst und gezielt Gründungsförderung betreiben. Unterstützt von den Gemeinden, die unter Umständen brachliegende Gewerbeliegenschaften dafür einsetzen können. In der Stadt Schlieren im Limmattal ist beides vorhanden. Einerseits besteht eine aktive städtische Standortförderung in der Person von Albert Schweizer. Städtische Liegenschaften wurden verfügbar gemacht für Start-Ups. Zudem regte die Stadt die Gründung verschiedener Institutionen an, die sich der Gründerkultur widmen. Und prompt siedelte sich eine spezialisierte Unternehmung in Schlieren an, die sich ums Gründen kümmert. Es handelt sich um das IFJ, das Institut für Jungunternehmen. Es wurde 1989 gegründet und hat seither mehr als 150’000 Gründerinnen und Gründer auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet. Das Institut bietet Tools zur Erarbeitung eines Businessplans, Aufbau von Buchhaltung und Administration und viele Netzwerkgelegenheiten. Nicht selten finden Gründer im Umfeld auch Lokalitäten. Sie starten oft klein und bescheiden und bauen später aus. Insgesamt hat sich die Zahl der Arbeitsplätze in Schlieren in den letzten Jahren spürbar – erhöht (Zunahme von über 100 Arbeitsstätten zwischen 2011 und 2015).

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